Wenn man das Thema “menschliches Abwehrsystemsystem” für die Heilpraktikerprüfung lernt, kommt man an den Immunglobulinen nicht vorbei. Auf den ersten Blick können diese ganz schön verwirren – doch so kompliziert sind sie gar nicht, ich schwöre! 🤞🏼
 
Möchtest du mehr erfahren? Dann lies los oder scrolle runter, denn dort ist die kostenlose Podcastfolge verlinkt! ⬇️  
 
💡Übrigens, kleiner Pro-Tipp:
Wir haben in unserem Podcasts bereits das spezifische und das unspezifische Abwehrsystem besprochen. Wenn du diese Folgen noch nicht gehört hast, solltest du das unbedingt noch nachholen – die Verlinkungen findest du am Ende dieses Beitrags. 🎧 

Legen wir also los und starten ganz von vorne:

Was sind denn eigentlich Immunglobuline? Hast du schon einmal davon gehört❓

Immunglobuline – kurz IG genannt – sind Antikörper und damit Teil unseres Immunsystems, genauer gesagt Teil der spezifischen Abwehr. 🦠 

Sie bestehen aus Proteinen und zirkulieren im Blutserum. Immunglobuline werden als Reaktion auf Antigene von den Plasmazellen produziert. Das bedeutet, dass sie gezielt bestimmte Bestandteile eines Krankheitserregers erkennen und bekämpfen können.

Ok, soviel ist also schonmal klar. Aber was sind die Aufgaben von Immunglobulinen?

💡 Jetzt wird’s spannend! Denn die Immunglobuline werden in fünf Gruppen eingeteilt, die alle unterschiedliche Aufgaben haben.

Man unterscheidet also:

👉🏻 IgG:
Das Immunglobulin G (IgG) macht mit circa 75% den größten Antikörperanteil im menschlichen Körper aus.

Es wird bei einer Erstinfektion nach ungefähr drei Wochen gebildet, wird also nicht sofort vom Immunsystem bereitgestellt!
Bei einer Zweitinfektion mit dem gleichen Erreger tritt es jedoch sofort in Kraft.

Es wird dann schnell und in sehr großer Menge produziert, um einen erneuten Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, bzw. so niedrig wie möglich zu halten.

💡 WICHTIG:
IgG sind plazentagängig. Das bedeutet, sie können die Plazentaschranke überwinden und auf das ungeborene Kind übergehen. Das ist der sogenannte Netzschutz. 👶🏼 IgG geben dem Kind also vor und nach der Geburt in einem Zeitraum von 3-6 Monaten einen Infektionsschutz! Denn Babies sind noch nicht in der Lage selbst IgG herzustellen. Spannend, oder?

👉🏻 IgA:
Der Anteil von IgA an der gesamten Antikörpermenge beträgt ca. 17 Prozent
Die Spezialität der IgA ist die Abwehr an Schleimhäuten, z.B. in Nase, Rachen und Darm.
Besondere Eigenschaften: Muttermilchgängig – die IgA werden also durch die Milch stillender Mütter auf den Säugling übertragen.

👉🏻 IgM:
Wichtig beim Erstkontakt! Sie werden als erstes bei einem Kontakt mit neuem Erreger gebildet. Sobald IgG-Herstellung angekurbelt wird (das dauert, wie oben geschrieben, ja etwas) sinkt die IgM Konzentration wieder ab.

👉🏻 IgD:
Die genaue Funktion der IgD ist noch nicht zu 100 % geklärt, aber sie spielen scheinbar bei der Differenzierung der B-Lymphozyten zur Plasmazelle eine wichtige Rolle.

👉🏻 IgE:
Eine wichtige Rolle spielen IgE bei Allergien und Parasitenbefall. Sie binden sich an Mastzellen und bewirken die Freisetzung von Histamin.

🤯 Puh, das war jetzt eine ganze Menge Input, oder? In der Podcastfolge gehe ich auf alles noch ein wenig genauer ein und erkläre dir auch, was es mit dem sogenannten Immunkomplex auf sich hat. Hör also unbedingt rein! 🎧

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